VIA REGIA - JÜDISCH - UNTERWEGS
Anlässlich von "TACHELES 2026 | Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen" haben sich der Verein 'Kommen&Gehen - Das Sechsstädtebundfestival' und die 'Leipziger Notenspur' zusammengetan, um bunte Veranstaltungsperlen auf die Kette der sächsischen Via Regia aufzufädeln.
Auf dieser Seite finden Sie dazu die aktuellsten Entwicklungen und Daten.
Schneeblumen-Gedenken 2026 – Ihr Weg bis zur Elbe
Detaillierte Informationen zum diesjährigen Schneeblumen-Gedenken vom 13. bis zum 18. April finden Sie hier.
„Auf zur Leipziger Messe“ – Auf den Spuren des jüdischen Kutschers Nathan aus Brody entlang der sächsischen Via Regia mit Pferd, Planwagen und Geschichten von unterwegs
eine multidimensionale Erlebniswanderung (in Vorbereitung)
Was?: Erlebniswanderung mit Pferd, Kutscher und Planwagen, mit Geschichten und Musik von Taucha nach Leipzig
Wann?: 30.08.2026 von 11-15 Uhr
Am Sonntag, dem 30.08.2026, möchten wir eine Eintagestour von Taucha nach Leipzig veranstalten. Sie gibt einen Vorgeschmack auf die Mehrtagestour von Riesa nach Leipzig im Sommer 2027. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Was erwartet uns?
Mit diesem besonderen Format sollen die vergangenen Zeiten jüdischer Reisender (Kaufleute, Klezmorim, Gaukler, Spaßmacher, Wanderprediger, Bänkelsänger, ...) vor dem Auge der Mitwandernden erstehen.
Bei dieser Eintagestour soll ein Film entstehen, der den Charakter der Veranstaltung erfassbar macht. Mit dem Film wollen wir Mitwandernde für die Mehrtagestour im Sommer 2027 gewinnen.
Auf dem Wanderweg bzw. am Beginn, der Mittagspause und den Etappenzielorten werden verschiedene thematisch zu Judentum und Via Regia passende Aktivitäten angeboten - Geschichten, Mitmach-Aktionen und natürlich Musik!
Im Jahr 2027 erwarten uns Themenimpulse, wie:
- „...denn die Fiedel macht das Fest. Jüdische Musikanten auf Reisen“
- „Jüdischer Fernhandel und Wandel“
- „Alles koscher oder was?“
- „Christen und Juden im Zweiklang“
- Reisen auf der Via Regia (Altstraßenforschung von Pilger- und Wegekreuzen bis Salz- und Poststraßen)
- Hora and Freylekhs on the road. (Mitmachtänze entlang des Weges)
Historie
Zur Vorbereitung des sächsischen Themenjahres 2026 zur jüdischen Kultur in Sachsen realisieren wir – der Notenspur Leipzig e.V. gemeinsam mit „Kommen und Gehen“ - Das Sechsstädtebundfestival! e.V. – im Jahr 2025 eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel
„Kommen und Gehen. Jüdische Notenspuren auf der sächsischen Via Regia“ .
Diese Veranstaltungsreihe nimmt ab Herbst 2025 jüdisches Leben, Erinnerungskultur und kulturelle Spuren entlang der historischen Handelsstraße Via Regia in den Blick, wir erkunden in Konzerten, Lesungen, Fahrradtouren, Wanderungen, Ortsführungen und Diskursformaten in zahlreichen sächsischen Orten Vergangenheit und Gegenwart jüdischer Kultur in Sachsen.
Ein wesentliches Ziel unseres Vorhabens ist es, Partner:innen aus Kultur, Bildung, Politik, Zivilgesellschaft und Verwaltung miteinander in der Realisierung dieser Veranstaltungen zu vernetzen und die Sichtbarkeit jüdischer Geschichte, Gegenwart und Zukunft über lokale Grenzen hinweg zu stärken.
Wir möchten Sie herzlich zur Teilnahme an unseren Netzwerkveranstaltungen einladen. Folgende Termine entlang des Verlaufs der historischen Via Regia sind gegenwärtig für 2025 geplant:
• 1. August im Soziokulturellen Zentrum „Alberttreff“ Großenhain
• am 17. September im Via-Regia-Haus in Reichenbach (OL)
• am 26. September in der Kirche St. Wenceslai in Wurzen und
• vom 5. bis 7. November im Stadttheater Kamenz
Die Veranstaltungen am 17. und 26. September dienen der Vernetzung der Arbeit im östlichen bzw. westlichen Teil der sächsischen VIA REGIA, sie dienen der Vorstellung unseres Projektvorhabens, dem Austausch über bestehende Initiativen und Ihre Arbeit und der Entwicklung gemeinsamer Inhalte und Perspektiven für das Themenjahr 2026 – auf Augenhöhe.
Wir freuen uns über Ihr Interesse!
Hanna Viehöfer-Jürgens, Emilia Krauße, Hans Narva, Prof. Dr. Werner Schneider, Dr. Felix Papenhagen
Kontakt: papenhagen(at)notenspur-leipzig.de
Netzwerktreffen
Programmübersicht – Netzwerktreffen 2025 (Änderungen vorbehalten)
1. Netzwerktreffen – Auftakt
Datum: 1. August 2025, 10-17 Uhr
Ort: Soziokulturelles Zentrum Alberttreff Großenhain (Am Marstall 1, 01558 Großenhain)
Thema: Jüdische Musikkultur(en) auf der Via Regia
Programm:
• Projektvorstellungen: Themenjahr „Tacheles – Jüdische Kultur in Sachsen“ & „Kommen und Gehen. Jüdische Notenspuren auf der sächsischen Via Regia“ durch das Projektteam
• Fachlicher Input: Prof. Jascha Nemtsov (Hochschule für Musik, Weimar) über jüdische Musikkultur(en) auf der Via Regia mit Musikbeispielen
• Austausch und Gruppenarbeit (Thematische Schwerpunkte und Bedürfnisse identifizieren, Entwicklung von möglichen Veranstaltungsformaten)
2. Netzwerktreffen (östlicher Teil der sächsischen VIA REGIA)
Datum: 17. September 2025, 11-19 Uhr
Ort: Via Regia Haus Reichenbach (Große Kirchgasse 1, 02894 Reichenbach/O.L.)
Thema: Jiddische Barockmusik im 19. und 20. Jahrhundert
Programm:
• Musikalisch-literarische Reise: „Eine Reise durch Aschkenaz. Die Fahrten des Abraham Levi“ - Vortrag von Frau Dr. Diana Matut
• Musikalische Gestaltung: Ensemble simkhat hanefesh („Freude der Seele“)
3. Netzwerktreffen (westlicher Teil der sächsischen VIA REGIA)
Datum: 26. September 2025, 14-18.30 Uhr
Ort: Stadtkirche St. Wenceslai Wurzen (Am Wenceslaikirchhof 4, 04808 Wurzen)
Thema: Zwischen den Welten: Reisen und Migration als Thema jüdischer Musik
Programm:
• Erste Zusammenkunft der Projektinitiator:innen im westlichen Teil der sächsischen Via Regia mit Mitwirkenden vor Ort
• Musikalischer Beitrag: Antjes Weltempfänger – „Frequenz (Ost-)Europa“ (Klarinette / Akkordeon)
4. Netzwerktreffen – Programmvorstellung, Abschluss und Ausblick
Datum: 5.–7. November 2025, Anreise 5. November ab 16 Uhr, Abreise 7. November ab 11 Uhr
Ort: Stadttheater Kamenz (Pulsnitzer Str. 11, 01917 Kamenz)
Thema: Ausblick: Kommen und Gehen. Jüdische Notenspuren auf der Via Regia
Programm:
• Rückblick auf die Netzwerktreffen, Ergebnisse und Erfahrungen
• 6. November: Theaterstück Lessing „Die Juden“
• Zu Gast: Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus
• Ausblicksfrühstück: Perspektiven, Verstetigung und zukünftige Kooperationen