Leipziger Notenspur Leipziger Notenspur Leipziger Notenspur
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Karte & Stationen der Notenspur

Die Leipziger Notenspur ist 5,3 km lang und kann zu Fuß erkundet werden. Der durchschnittliche Stationsabstand beträgt 225 m. 

Neues Gewandhaus

Neues Gewandhaus und Mendebrunnen (© Gewandhaus/ G.Mothes)

Das Neue Gewandhaus zu Leipzig wurde im Oktober 1981 eröffnet. Es ist Heimstatt des 1743 gegründeten Gewandhausorchesters, das seinen Namen erhielt, als es 1781 in den neu errichteten Konzertsaal im Gewandhaus einzog (siehe Notenspur-Station 21). Als dieser Saal für den stetig wachsenden Publikumszuspruch nicht mehr ausreichte, baute man ein neues Konzerthaus und weihte es 1884 ein (siehe Notenrad-Station 2). Im Zweiten Weltkrieg wurde es zerstört; die Gewandhauskonzerte fanden von da an in der Kongresshalle am Zoo statt.

Das Neue Gewandhaus ist der einzige Konzerthausneubau der DDR. Die Initiative zu seiner Errichtung ging von Gewandhauskapellmeister Kurt Masur aus. Das Gebäude steht an der Stelle des Augustusplatzes, an der einst das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Bildermuseum seine Sammlung präsentierte.

Aushängeschild des Konzerthauses ist Sighard Gilles Deckenbild "Gesang vom Leben". Es ist die größte zeitgenössische Deckenmalerei Europas. Nachts beleuchtet, strahlt es durch die Glasfront auf den Platz hinaus.
Der Große Saal bietet über 1900 Besuchern Platz. Gekrönt wird er durch die Schuke-Orgel mit vier Manualen, 92 Registern und 6638 Pfeifen. Am Orgelprospekt ist der Leitspruch "Res severa verum gaudium" (Wahre Freude ist eine ernste Sache) angebracht, der das Gewandhaus seit 1781 begleitet.

Im Mendelssohn-Saal mit knapp 500 Plätzen finden neben Konzerten auch Tagungen, Kongresse und anderes mehr statt. Im Hauptfoyer, das wochentags 12 bis 18 Uhr und samstags 10 bis 14 Uhr geöffnet ist, zeigt eine Dauerausstellung die Modelle der drei Gewandhausbauten von 1781, 1884 und 1981 mit begleitenden Texten und Bildern.

Ungefähr 800 Veranstaltungen verschiedenster Art gibt es jährlich im Gewandhaus. An herausragender Stelle stehen dabei die circa 70 Sinfoniekonzerte des Gewandhausorchesters. Allerdings hat das Orchester noch zwei weitere Spielstätten in Leipzig: das Opernhaus (Notenspur-Station 10) gegenüber dem Gewandhaus und die Thomaskirche (Notenspur-Station 17). Denn das Gewandhausorchester ist zugleich das Orchester der Oper Leipzig, und es ist das Orchester, das gemeinsam mit dem Thomanerchor regelmäßig in der Thomaskirche musiziert. 

Neues Gewandhaus, Gewandhaus zu Leipzig, Augustusplatz 9, 04109 Leipzig, Tel. 0341/ 1270280
Foyer-Besichtigung Mo - Fr 10-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr

Internet: www.gewandhaus.de
City-Pictures: Vollbildpanorama Neues Gewandhaus

Mendelssohn-Haus

Das Haus in der Goldschmidtstraße 12 ist das einzige erhalten gebliebene Wohnhaus (1845-1847) und gleichzeitig Sterbehaus von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). Hier wurde u.a. das Oratorium Elias vollendet (1846).

In authentischen Räumen:

  • Leben und Werk des Komponisten, Gewandhauskapellmeisters, Musikers, Kulturpolitikers, Malers, Weltbürgers und Menschen Felix Mendelssohn Bartholdy
  • Briefe, Notenautographen und Bilder, Originalmöbel und Wohnkultur der Mendelssohns
  • Musiksalon als kulturelles Zentrum Leipzigs
  • Mendelssohn als Freund und Förderer anderer
  • Verdienste um die Musikstadt Leipzig, u.a. Gründung des ersten deutschen Konservatoriums

Mendelssohn-Haus, Goldschmidtstraße 12, 04103 Leipzig, Tel. 0341/ 962 882 0
Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr, Konzert So 11 Uhr

 

Internet: Mendelssohn Stiftung
Wikipedia: Felix Mendelssohn Bartholdy

Grieg Begegnungsstätte

Im Haus Talstraße 10 weilte Edvard Grieg (1843-1907) von 1876 bis zu seinem Todesjahr oft in Begleitung seiner Frau, der Sängerin Nina Grieg, als Gast seiner Verleger Max Abraham und Henri Hinrichsen. Hier entstand 1888 Griegs berühmte 1. Peer-Gynt-Suite. Heute befindet sich hier die Grieg-Begegnungsstätte.

„Ich sehne mich jetzt ganz fabelhaft nach der Welt, nach Kunst, nach Künstler – überhaupt nach Geist. Also Presto! Auf baldiges Wiedersehen!“ (Grieg an Max Abraham am 27. August 1878 aus Hardanger)

„Wir müssen uns in diesem Winter sehen! Ein bisschen Briefgeplauder ist zwar eine große Freude, - aber ich trage weit besseres Verlangen!“ (Grieg an Max Abraham am 21. November 1900 aus dem Sanatorium Voksenkollen bei Kristiana, dem „Märchenschloss“)

„Die Kunst ist in Wirklichkeit der Überschuss an Sehnsucht, der im Leben oder auf andere Weise keinen Ausdruck finden kann.“ (Edvard Grieg, Troldhaugen, 27. August 1886)

Grieg-Begegnungsstätte, Talstraße 10, 04103 Leipzig, Tel. 0341/ 9939661
Öffnungszeiten: Di - Fr 14:00-17:00 Uhr, Sa 10:00-14:00 Uhr (ausgenommen Feiertage)

Internet: Edvard Grieg Leipzig e.V.
Wikipedia: Edvard Grieg

Ehemalige Musikbibliothek Peters

Das Haus Königstraße 26 im Jahr 1893

Die Musikbibliothek Peters wurde von Max Abraham gegründet, dem Inhaber des Musikverlags C. F. Peters. Eröffnet wurde sie Anfang 1894 in der Königstraße 26 (heute Goldschmidtstraße), und zwar als die weltweit erste öffentliche Fachbibliothek ihrer Art. Noch dazu durfte sie - ebenfalls weltweit erstmalig - auch von Frauen benutzt werden. (Apropos: Die oberen Etagen des Hauses stellte Max Abraham mietfrei dem Frauen-Gewerbeverein zur Verfügung.)

Abraham verfügte testamentarisch, dass er die Bibliothek als Stiftung zugunsten der Stadt Leipzig verstanden wissen wollte. Das wurde von seinem Neffen und Nachfolger Henri Hinrichsen anerkannt und von der Stadt angenommen.

Nach der "Kristallnacht" 1938 erhielt Hinrichsen als Jude Berufsverbot; es folgten Zwangsverkauf und "Arisierung" des Verlags. Henri Hinrichsen und zwei seiner Söhne wurden in den Konzentrationslagern der Nazis umgebracht.

Nach dem Zusammenbruch Nazi-Deutschlands kam Hinrichsens Sohn Walter, inzwischen amerikanischer Staatsbürger, wieder nach Deutschland und erhielt den Verlag wie auch die Peters-Bibliothek zurück. In der Folgezeit ließ er zahlreiche Objekte aus Verlag und Bibliothek ins Ausland und in die amerikanisch besetzte Zone Deutschlands bringen. 1950 gründete er zusammen mit seinem Bruder Max in Frankfurt am Main die Edition Peters GmbH.

Inzwischen war der Leipziger Verlag zum Volkseigenen Betrieb erklärt worden. Die neue Leitung bot die Peters-Bibliothek der Stadt an. So kam es 1954 zur Vereinigung mit bereits bestehenden stadteigenen Musiksammlungen in der Städtischen Musikbibliothek.

Nach mehreren Umstrukturierungen ist die Musikbibliothek heute eine Abteilung der Stadtbibliothek. Einem 1990 von der Witwe Walter Hinrichsens gestelltem Antrag auf Rückgabe von Peters-Verlag und -Bibliothek wurde stattgegeben und für Letztere 1998 ein unbefristeter Dauerleih- und Verwahrungsvertrag abgeschlossen, der den Verbleib in Leipzig sichern sollte. Doch 2004 wurde der Vertrag gekündigt. Anfang 2013 konnten langjährige Verhandlungen (seit 2005) zum Ankauf erfolgreich abgeschlossen werden und die Musikbibliothek Peters wurde am 28. Juni 2013 der Öffentlichkeit in der sanierten Leipziger Stadtbibliothek neu übergeben.

Besonders wertvoll sind die rund 500 Autographe der Peters-Bibliothek, unter denen sich Handschriften befinden unter anderem von Bach, Haydn, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Grieg.

 

Die Notenspur-Station "Musikbibliothek Peters" will zugleich an den Rang Leipzigs als Stadt historisch bedeutsamer Bibliotheken und Musiksammlungen erinnern. Zu nennen sind vor allem die auf das Jahr 1543 zurückgehende Universitätsbibliothek, die 1677 gestiftete Stadtbibliothek und die 1912 gegründete Deutsche Bücherei, die heute zur Deutschen Nationalbibliothek gehört und seit 2010 auch das Deutsche Musikarchiv beherbergt.

Ehemalige Musikbibliothek Peters, Goldschmidtstr. 26, 04103 Leipzig

Internet: Universitätsbibliothek Leipzig | Stadtbibliothek Leipzig | Deutsche Nationalbibliothek

Grassi Museum für Musikinstrumente

Harfe von 1749 (Detail), Foto: Hendrik Schmidt

Die im Komplex der Museen im GRASSI gelegene größte Musikinstrumentensammlung Deutschlands bietet Interessenten aller Altersstufen einen Einblick in die vielfältige Welt der Musikinstrumente und vermittelt einen Eindruck von den handwerklichen, künstlerischen und experimentellen Fähigkeiten der Instrumentenbauer seit dem 16. Jahrhundert. Am 30. Mai 1929 wurde das Musikinstrumenten-Museum im GRASSI eröffnet. Als Teil der Universität dient es seither der Forschung und Lehre und präsentiert zugleich als öffentliches Museum seine Schätze einem breiten Publikum. Der mehr als 5000 Instrumente zählende Bestand umfasst Kostbarkeiten wie den ältesten original erhaltenen Hammerflügel der Welt aus dem Jahr 1726 sowie fünf weitere Instrumente des Erfinders der Hammermechanik, Bartolomeo Cristofori , Meisterwerke aus Leipziger Werkstätten der Bachzeit, Zeugnisse des frühen Leipziger Klavierbaus, Musikautomaten und Kuriositäten verschiedenster Art. Im Zusammenklang mit grafischen Darstellungen, Musikbeispielen in 3D, einer Hologramm-Installation, dem Klanglabor sowie der Kinoorgel im großen Vortragssaal lassen sie Musikgeschichte für alle Sinne lebendig werden. 

Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig, Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig, Tel. 0341/ 9730750
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, an Feiertagen Sonderregelungen

Internet: Museum für Musikinstrumente

Alter Johannisfriedhof

Alter Johannisfriedhof, Foto: Werner Schneider

Als landschaftliches Kleinod besonderer Art lädt der zum Park umgestaltete Alte Johannisfriedhof mit seinem herrlichen alten Baumbestand, mit efeu-umrankten Mauern, Plastiken aus Renaissance bis Jugendstil, mit dekorativen Stelen und Grabplatten zum Spaziergang ein. Besucher mit Hang zur Romantik werden dessen Zauber durchaus bei jeder Jahreszeit zu genießen wissen. Bereits 1536 bestimmte Herzog Georg diesen Gottesacker zum Begräbnisplatz; es ist heute der älteste kommunale Friedhof der Messestadt.

Für Musikliebhaber dürfte die Grabstätte von Richard Wagners Mutter Johanna (1778-1848) und seiner Schwester Rosalie (1803-37) einen echten Höhepunkt darstellen. Doch trifft der Interessent auf weitere bekannte Namen wie z.B. den vom Thomaskantor Christian Weinlig (1780-1842), der als Pädagoge, Komponist und nicht zuletzt als Lehrer Richard Wagners in die Geschichte einging. Friedrich Rochlitz (1769-1842) schrieb ein bedeutsames Stück (nicht nur) Leipziger Musikgeschichte als Musikkritiker und Herausgeber der damals überregional verbreiteten Allgemeinen Musikalischen Zeitung. An Carl Friedrich Zöllner (1800-1860), mit seinem Lied "Das Wandern ist des Müllers Lust" quasi unsterblich geworden, erinnert ein vom Neuen Johannisfriedhof hierher umgesetzter Grabstein. Weitere Persönlichkeiten wie Rektoren der Thomasschule, Philosophen, Museumsgründer, Dichter oder Frauenrechtlerinnen erlauben beim Abschreiten der Gräberreihen immer wieder neue Blicke in die Vergangenheit Leipzigs.

Der ursprünglich weitaus größere, sich über das Areal des heutigen GRASSI erstreckende Friedhof barg zudem die Begräbnisstätte J.S. Bachs. U.a. auch Robert Schumann beklagte die fehlende Kennzeichnung der Bachschen Grabstelle. Im Zuge des Um- und Erweiterungsbaus der Johanniskirche durch Hugo Licht Ende des 19. Jahrhunderts wurden Bachs Gebeine geborgen, identifiziert und dort in eine Ehrengruft gebettet. Die Kriegszerstörungen an der Johanniskirche ließen zwar Bachs Ehrengruft unversehrt, waren aber so schwer, dass 1949 Bachs Gebeine in die Thomaskirche überführt wurden und er seitdem dort seine letzte Ruhestätte hat.

Alter Johannisfriedhof, Haupteingang Johannisplatz, hinter Grassi-Museum, Zugang auch über Täubchenweg oder Prager Straße
Öffnungszeiten: März - Oktober tägl. 10-18 Uhr, Nov. - Februar tägl. 10-16 Uhr

Schumann-Haus

Der Komponist Robert Schumann (1810-1856) und die Pianistin Clara Wieck (1819-1896) bezogen nach ihrer Eheschließung im September 1840 das "Logis Erste Etage rechts" in diesem klassizistischen Haus. Eine Zeit großen Glücks und der fruchtbaren Zusammenarbeit begann und währte bis zum Umzug nach Dresden Ende 1844. Schumann komponierte hier u.a. die Frühlingssinfonie, den ersten Satz des Klavierkonzertes in a-Moll, Kammermusikwerke und Liederzyklen, Clara schuf die Voraussetzungen für ihre hohe Interpretationskunst. Die ersten beiden Kinder, Marie und Elise, wurden hier geboren. Berühmte Gäste des Künstlerpaares in diesem Haus waren Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Hector Berlioz, Richard Wagner und Hans Christian Andersen.

"Klärchen, ich hab Dir gesagt, wovor ich mich an Dir fürchte; jetzt sag auch Du mir, was Dir nicht Recht ist an mir. Ich will mich bessern; hier meine Hand und einen Kuß auf Dein Herz." (Robert an Clara 1840)

In der ersten Etage befinden sich jetzt ein Konzertsaal und eine museal eingerichtete Gedenkstätte.

Schumann-Haus, Inselstraße 18, 04103 Leipzig, Tel. 0341/ 3939620
Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18 Uhr, Sa-So 10-18 Uhr, öffentliche Führung: sonntags 15 Uhr,
an Feiertagen Sonderregelungen (ab dem 1.Januar 2016 auch montags 14-18 Uhr geöffnet)

Internet: Robert und Clara Schumann Verein Leipzig
Wikipedia: Robert Schumann Clara Schumann

Grafisches Viertel - Musikverlage - Notenwand

Leipzig entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer europäischen Musikmetropole ersten Ranges. Wichtig war dabei auch das Verlagswesen, das vorrangig im Grafischen Viertel östlich des Leipziger Stadtzentrums angesiedelt war. Die älteste der Institutionen und zugleich ältester Musikverlag der Welt ist der 1719 durch Bernhard Christoph Breitkopf gegründete Verlag Breitkopf. Nachdem Gottfried Christoph Härtel 1795 den Verlag übernommen hatte (der seither "Breitkopf & Härtel" heißt), ergaben sich enge Kontakte zu Ludwig van Beethoven sowie später zu einigen Hauptvertretern der "romantischen" Generation: Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Franz Liszt und Richard Wagner. Ebenso ist der Verlag C.F. Peters mit der Leipziger Musikgeschichte verbunden. Er wurde 1800 durch Franz Anton Hoffmeister und Ambrosius Kühnel als "Bureau de Musique" gegründet und legte bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bedeutende Editionen von Werken Johann Sebastian Bachs vor. Später wurde Edvard Grieg, der 1858-1862 am hiesigen Konservatorium studierte, durch C. F. Peters maßgeblich gefördert. Zu den bis heute bestehenden Institutionen gehört schließlich der seit 1807 bestehende, nach seinem Gründer benannte Friedrich Hofmeister Musikverlag. Hofmeister lernte bei Breitkopf & Härtel und arbeitete anschließend in Kühnels und Hoffmeisters "Bureau de Musique". In seinem eigenen Verlag brachte er neben Werken von Ignaz Moscheles oder Heinrich Marschner unter anderem Frühwerke Robert Schumanns und Clara Wiecks heraus.

Bestanden bis in das 20. Jahrhundert neben diesen dreien noch zahlreiche andere Institutionen, so hat die weitere Geschichte in der Verlagsbranche deutliche Spuren hinterlassen. Das Grafische Viertel wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört; nach 1949 wanderten zahlreiche Verlage in den westlichen Teil Deutschlands ab. Heute befindet sich in Leipzig eine Dependance von Breitkopf & Härtel; der Hofmeister Verlag  sowie C. F. Peters kehrten ganz an ihren Gründungsort zurück.

Seit April 2013 kann man an der „Notenwand“ mehr über die Geschichte des Notendrucks erfahren, Rätsel lösen oder auch Musik hören (am Standort der Notenspur-Station 8).

Grafisches Viertel – Musikverlage
Breitkopf & Härtel: Nürnberger Str. 36-38, 04103 Leipzig (ehemaliger Standort)
C. F. Peters Verlag: Talstraße 10, 04103 Leipzig
F. Hofmeister Musikverlag: Büttnerstraße 10, 04103 Leipzig

Notenwand: Großer Brockhaus/Dörrienstraße

Internet: Breitkopf & Härtel Musikverlag |  C.F. Peters Musikverlag | Friedrich Hofmeister Musikverlag 

Wagner-Denkmal

Richard Wagner, der bedeutendste der in Leipzig geborenen Komponisten, erblickte am 22. Mai 1813 im Hause "Zum Roten und Weißen Löwen" am Brühl das Licht der Welt und wurde am 16. August 1813 in der Thomaskirche getauft. Das Geburtshaus musste 1886 Neubauten weichen. Auch andere Gebäude, in denen die Familie Wagner wohnte, wurden 1886 zu Gunsten neuer Bebauung abgerissen oder 1943/44 von Bomben zerstört. Erhalten ist das Königshaus an der Südseite des Marktes (damals Thomäsches Haus genannt), in dem Richard Wagners Onkel, der Philologe Adolf Wagner wohnte. Dem mit Goethe, Schiller, E. T. A. Hoffmann, Ludwig Tieck und anderen Dichtern bekannten Gelehrten verdankt der junge Wagner wesentliche literarische Anregungen. Erhalten ist ebenfalls die Alte Nikolaischule, die Wagner 1828/30 besuchte. Dagegen wurde die baufällig gewordene Alte Thomasschule, in die Wagner 1830 ging und in deren Kantorenwohnung er 1831/32 Kompositionsunterricht beim Thomaskantor Theodor Weinlig erhielt, 1902 abgerissen. Seine Entwicklung prägende Eindrücke empfing der junge Wagner im Ende des 19. Jahrhunderts abgerissenen Alten Gewandhaus in der Universitätsstraße (in dem er am 1. November 1862 die Uraufführung des Vorspiels der Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" leitete) und im Alten Theater, das am heutigen Richard-Wagner-Platz stand und am 4. Dezember 1943 von Bomben zerstört wurde. Wagner, der Leipzig 1834 verließ, war bei späteren Besuchen Gast in der Wohnung Robert und Clara Schumanns in der heutigen Inselstraße wie auch bei seiner mit Eduard Avenarius verheirateten Halbschwester Cäcilie, die nach dem Weggang der Schumanns dort wohnten.

Wagner-Büste, Georgiring, am Schwanenteich hinter dem Opernhaus
Die im Wagner-Jahr 1983 errichtete Richard-Wagner-Büste geht auf einen Entwurf des Leipziger Bildhauers Max Klinger zurück und besteht aus einem Sandsteinsockel mit Bronzeplastik, diese hergestellt 1982 in der Firma Noack. 

Internet:
Richard-Wagner-Gesellschaft Leipzig 2013.e.V.
Richard-Wagner-Verband Leipzig e.V.

Wikipedia:
Richard Wagner

Oper Leipzig

Die Oper Leipzig steht in der Tradition von mittlerweile 320 Jahren Opernpflege in Leipzig. 1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl eröffnet, das damit das dritte bürgerliche Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg war. 1766 kooperierten nachweisbar erstmals Oper und Musiker des damaligen "Großen Concerts" bei einer Musiktheaterproduktion. Im selben Jahr war auch das "Komödienhaus", das später als "Altes Theater" bezeichnet wurde, eingeweiht worden. Für ein gutes Jahrhundert war es Schauplatz bedeutender deutscher Operntradition (s. Notenbogen-Station 2).

1868 eröffnete das Neue Theater am Augustusplatz, das für Oper und Schauspiel genutzt wurde. Neben Werken von Mozart, Weber und Gluck bildet die Pflege des Wagner-Repertoires seither einen besonderen Schwerpunkt. Erstmals außerhalb des Bayreuther Festspielhauses wurde 1878 Richard Wagners "Ring"- Tetralogie in Leipzig aufgeführt. Herausragende Dirigenten bis 1890 waren Anton Seidl, Arthur Nikisch und Gustav Mahler. In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts öffnete sich die Oper Leipzig in besonderem Maße für zeitgenössische Werke. Von den vielen wichtigen Erst- und Uraufführungen ist u.a. Brecht / Weills "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" (1930) zu nennen.

Nach der Zerstörung des Neuen Theaters im Dezember 1943 wurde 1956-1960 an gleicher Stelle das heutige Opernhaus errichtet, bei dem die spätklassizistischen Formen des Vorgängerbaues andeutungsweise wieder aufgenommen wurden. Die festliche Eröffnung erfolgte mit "Die Meistersinger von Nürnberg" (Regie: Joachim Herz). In den Folgejahren prägten u.a. bedeutsame Wagneraufführungen und die Neugewinnung vernachlässigter Werke den Spielplan. 1990 übernahm Udo Zimmermann die Opernintendanz und verlieh der Oper einen spektakulären Aufschwung. 1991 trat Uwe Scholz seine Position als Ballettdirektor und Chefchoreograph an und entwickelte das Leipziger Ballett zu einer der ersten Compagnien in Deutschland. Mit der Intendanz von Henri Maier (2001-2007) gelangten erstmals u.a. Werke von Berlioz ("La Damnation de Faust" und "Les Troyens") auf den Spielplan. Von 2008/09 bis 2011 war Peter Konwitschny Chefregisseur der Oper Leipzig. Seit 2011 steht das Haus unter der Leitung von Ulf Schirmer, dessen Schwerpunkt auf den Werken von R. Strauss und R. Wagner liegt, der sich aber auch für das Werk zeitgenössischer Komponisten einsetzt.

Die Foyerbereiche des Opernhauses wurden 2007 umfangreich nach den Vorgaben des Denkmalschutzes saniert. Das Opernhaus verfügt seitdem über 1267 Sitzplätze. Zur Oper Leipzig gehört neben dem Sängerensemble, dem Opernchor und dem Leipziger Ballett auch die Musikalische Komödie mit eigener Spielstätte in Leipzig Lindenau. Das große Repertoire mit ca. 300 Vorstellungen pro Spielzeit in allen Spielstätten reicht vom Barock bis zur Gegenwart.

Oper Leipzig, Augustusplatz 12, 04109 Leipzig, Tel. 0341/ 12610

Internet: Oper Leipzig

Alte Nikolaischule

Richard Wagner (1813-1883) war von 1828 bis 1830 Schüler der Nikolaischule. Sie ist einer der seltenen authentischen Wagner-Orte in Leipzig. Wagner war kein Musterschüler, dafür gibt seine Autobiographie die Bestätigung: "Der Verfall meiner Studien und mein völliges Abweichen von den Pfaden einer regelmäßigen Schulausbildung schreibt sich von meinem Eintritt in Leipzig her, und vielleicht war der Hochmut des Schulpedantismus daran schuld." Die Thomasschule kam für Wagner nicht in Betracht, denn "die Nikolaischule stand damals in vorzüglicherem Rufe als ihre Schwester; dort musste ich demnach aufgenommen werden." Seinen "phantastischen Neigungen" entsprechend konzentrierte er sich nicht auf Schulstudien, sondern dichtete ein Drama "Leubald und Adelaide". Einsichtig schreibt Wagner in der Autobiographie: "Meine Vernachlässigung der Schule erreichte den Grad, daß es notwendig zu einem Bruche mit ihr führen musste."

Glücklichere Schüler der Nikolaischule waren Gottfried Wilhelm Leibniz, Christian Thomasius und Johann Gottfried Seume.

Selbstverständlich gab es an der Nikolaischule und Nikolaikirche auch Kantoren, die den Thomaskantoren sogar gleichgeordnet waren, allerdings musikalisch wegen der stark wissenschaftlichen Ausrichtung der Nikolaischule nicht mit den Thomaskantoren konkurrieren konnten und deshalb ohne öffentliche Wirkung auf das Musikleben der Stadt blieben. Das Schulgebäude war 1512 mit der Gründung der Nikolaischule in Dienst gestellt worden und erfüllte diese Funktion bis 1872. Nach langem Verfall wurde das Gebäude 1991-1994 restauriert. Die klassizistische Aula von 1827 ist heute einer der wenigen authentischen Orte in Leipzig, die an Wagners Wirken erinnern.

Alte Nikolaischule, Nikolaikirchhof 2, 04109 Leipzig,Tel. 0341/ 2118518
Die Ausstellung im Untergeschoss "Der junge Richard Wagner 1813-1834" ist täglich außer montags, freitags und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

 

Wikipedia:
Alte Nikolaischule
Richard Wagner

Nikolaikirche

Die spätgotische Nikolaikirche, deren Innenraum um 1790 klassizistisch umgestaltet wurde, ist eine der beiden erhaltenen Leipziger Kirchen, für deren Kirchenmusik Johann Sebastian Bach (1685-1750) verantwortlich war. In ihr begann Bach am 30. Mai 1723 mit einer Kantatenaufführung im Gottesdienst sein Leipziger Amt. Von alters her war die Kirchenmusik von St. Nikolai eng verbunden mit der Nachbarkirche St. Thomas. Obwohl die Nikolaikirche als die Hauptpfarrkirche Leipzigs galt, besaß sie nur einen eigenen Organisten, nicht aber einen eigenen Kantor. Bach war als Thomaskantor und Leipzigs "Director musices" verantwortlich für die Kirchenmusik an den Leipziger Hauptkirchen St. Nikolai und St. Thomas sowie an der Neuen Kirche St. Matthäi und der Peterskirche. Die meisten Kantatenaufführungen unter Bachs Leitung erlebte die Nikolaikirche. Auch Hauptwerke Bachs wurden hier zur Uraufführung gebracht: die Johannespassion 1724 und das Weihnachtsoratorium 1734/35.

Bedeutende Nikolaiorganisten vor Bach waren Johann Rosenmüller (1619-1684) und Adam Krieger (1634-1666). Die jetzige Orgel geht auf ein Instrument von Friedrich Ladegast aus dem Jahr 1862 zurück, das die romantische Interpretation der Orgelkompositionen Johann Sebastian Bachs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mitgeprägt hat. 1902/03 wurde die Orgel durch die Firma Wilhelm Sauer (Frankfurt/Oder) erweitert. 2002/03 erfolgte ein Neubau durch die Orgelmanufaktur Hermann Eule in Bautzen, der sich an der Ladegast-Orgel orientiert, aber auch die übrige historische Substanz weitestgehend integriert.

Durch die Friedensgebete, die auch heute noch montags 17 Uhr stattfinden, wurde die Nikolaikirche 1989 zu einem Ausgangspunkt der Friedlichen Revolution und zu einem Wahrzeichen der deutschen Wiedervereinigung.

Nikolaikirche, Nikolaikirchhof 3, 04109 Leipzig, Tel. 0341/ 1245380
Öffnungszeiten: Mo - Sa 10-18 Uhr, So zu den Gottesdiensten 9.30, 11.15 und 17 Uhr

Internet: www.nikolaikirche-leipzig.de
Wikipedia:
Leipziger Nikolaikirche
Johann Sebastian Bach

Altes Rathaus

Foto: Christoph Sandig; Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Im Alten Rathaus befinden sich wertvolle Reliquien der Leipziger Musikgeschichte.

In der Ratsstube unterschrieb Johann Sebastian Bach, die wohl berühmteste Person, die je ihren Fuß in das Leipziger Rathaus setzte, im Mai 1723 seinen städtischen Anstellungsvertrag als Thomaskantor und "director musices".
Der Raum neben der Ratsstube ist Bach gewidmet. Hier sind das einzige authentische Porträt (von Elias Gottlob Haussmann, 1746) und eine Originalhandschrift des berühmtesten Musikers unserer Stadt ausgestellt.

Der Nebenraum ist der Leipziger Musiktradition gewidmet: der Kirchenmusik vor Bach, der Stadtmusik, besonders Johann Gottfried Reiche, und der frühen Gewandhausgeschichte. Zu sehen sind unter anderen Raritäten die "Gründungsurkunde" der Gewandhauskonzerte von 1781, das Modell des ersten Gewandhaussaales im Maßstab 1:25 und das Dirigentenpult aus dem alten Konzertsaal. Hier dirigierten außer den Gewandhauskapellmeistern von Felix Mendelssohn Bartholdy bis Carl Reinecke u. a. Wolfgang Amadeus Mozart (1789), Muzio Clementi (1812), Carl Maria von Weber (1813), Johann Strauß (1834), Robert Schumann (1853), Franz Liszt (1857), Johannes Brahms (1860), Richard Wagner (1862).

Die Trompete, die der berühmteste Stadtmusiker, Johann Gottfried Reiche, auf dem Porträt (ebenfalls von Elias Gottlob Haussmann, um 1726) in der Hand hält, ist als Nachbau in einer Vitrine neben anderen historischen Blasinstrumenten zu sehen.

An der Nordseite des Festsaales befindet sich der sogenannte Pfeiferstuhl aus der Erbauungszeit des Rathauses (1556), der Balkon, von dem aus die Stadtmusiker – die sogenannten Stadtpfeifer – Musik zu festlichen Anlässen erklingen ließen.

Die Musikstadt Leipzig von Mendelssohns Wirken an (1835) bis heute ist ein Teil der Dauerausstellung zur Leipziger Stadtgeschichte "Moderne Zeiten" (im Obergeschoss des Alten Rathauses).

Altes Rathaus, Markt 1, 04109 Leipzig, Tel. 0341/ 9651320 
Öffnungszeiten: Di - So, Feiertage 10-18 Uhr

Internet: www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de

Museum der bildenden Künste – Beethoven

Beethoven-Plastik von Max Klinger

Obwohl er nur ein Mal als aufstrebender junger Pianist und Komponist selbst in Leipzig weilte, hatte Beethoven enge Beziehungen zu Leipzig. Ein wichtiger Teil seiner Werke wurde in Leipzig verlegt, zunächst beim 1800 gegründeten "Bureau de Musique" (später C. F. Peters), dann beim ältesten Musikverlag der Welt, dem Verlag Breitkopf & Härtel (s. Notenspur-Station 8). 1801 wandte sich der Verleger Härtel an Beethoven und bot dem vielversprechenden Komponisten die Erstdrucklegung neuer Werke an. 1802/1803 kam es zu einer ersten Zusammenarbeit. 1808-1812 war Breitkopf & Härtel Hauptverleger Beethovens. Hier erschienen im Erstdruck u. a. die 5. Sinfonie ("Schicksalssinfonie"), die 6. Sinfonie ("Pastorale"), die Oper „Leonore“ (später umbenannt in „Fidelio“), das 5. Klavierkonzert sowie die Schauspielmusik zu Goethes Egmont.

Drei Werke Beethovens wurden in Leipzig uraufgeführt: eine Sopranarie im Alten Theater (s. Notenbogen-Station 2) im November 1796 sowie im Februar 1808 das Tripelkonzert und im November 1811 das 5. Klavierkonzert im Ersten Gewandhaus (s. Notenspur-Station 21.).

Da das historische Gebäude des Verlages Breitkopf & Härtel im zweiten Weltkrieg zerstört wurde, ist Beethoven auf der Notenspur ein "Kunstort" gewidmet: das Museum der bildenden Künste (MdbK). Diese Verbindung ist nicht künstlich, sondern höchst kunstvoll. Hier kann man eines der weltweit bedeutendsten musikbezogenen Werke der bildenden Kunst bewundern: Klingers Beethoven. Max Klinger (1857-1920) hat an dem 3,10 m hohen Kunstwerk von 1885 bis 1902 gearbeitet. Es ist eines der Hauptwerke des Symbolismus. Antike und christliche Gedanken und Elemente durchdringen und ergänzen sich. Dargestellt ist Beethoven als Musiktitan, zu dem sogar der Adler ehrfürchtig aufschaut. Unzugänglich und unbeirrt zieht er seine Bahn, allein seiner Inspiration vertrauend.

Das MdbK besitzt ausgesprochen viele musikbezogene Kunstwerke, was in der Musikstadt Leipzig nicht verwunderlich ist. Max Klingers Grafikzyklus Brahms-Phantasie und seine Entwürfe zu einem geplanten Richard-Wagner-Denkmal (s. Notenspur-Station 9) sind ebenso im Besitz des Museums wie das Gemälde "Die Toteninsel" von Arnold Böcklin (1827-1901), das Max Reger (1873-1916) und Sergej Rachmaninov (1873-1943) zu sinfonischen Dichtungen inspirierte.
Wie viele Orte der Leipziger Innenstadt ist auch der Standort des Museumsneubaus eng mit der Musikgeschichte Leipzigs verbunden. In unmittelbarer Nachbarschaft befand sich das im 2. Weltkrieg zerstörte Zimmermannsche Kaffeehaus, in dem Johann Sebastian Bach von 1729 bis mindestens 1741 regelmäßig mit dem 1703 von Georg Philipp Telemann gegründeten Collegium Musicum musizierte.

Museum der bildenden Künste Leipzig – Beethoven, Katharinenstraße 10, 04109 Leipzig, Tel. 0341/ 216990 Öffnungszeiten: Di 10-18 Uhr, Mi 12-20 Uhr, Do - So, Feiertage 10-18 Uhr

Internet:
Museum der bildenden Künste Leipzig
Wikipedia:
Ludwig van Beethoven
Max Klinger
Verlag Breitkopf & Härtel

Zum Arabischen Coffe Baum

Foto: Thilo Kühne; Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Seit 1711 wird in diesem Hause "Zum Arabischen Coffe Baum" Kaffee ausgeschenkt. Bis in die Gegenwart hinein beherbergt es Gaststätte und Kaffeeausschank (heute zugleich auch ein Kaffeemuseum). Als Lieblingsaufenthaltsort und Treffpunkt von Künstlern, Schriftstellern, und Gelehrten, anfangs mit Billardtisch, Kanapee und Klavier und einem Angebot von Zeitungen ausgestattet, zog es in den Jahren 1833 bis 1840 vor allem Robert Schumann an, der als Redakteur der Neuen Zeitschrift für Musik – des kämpferisch-progressiven Organs des Kreises der "Davidsbündler" – das Lokal regelmäßig besuchte. Am Schumann-Tisch im linken vorderen Gastraum traf er sich zu geistvollem Austausch bei geistigem Getränk mit seinen Mitredakteuren, Bekannten (u.a. Friedrich Wieck, Ernst August Ortlepp, Ludwig Schunke, Johann Peter Lyser und Karl Herloßsohn) und durchreisenden Künstlern. Der damalige Inhaber Max Poppe war selbst Publizist und Sammler von Literatur und verstand es, das Haus zu einem Anziehungspunkt zu machen. Durfte man bereits Georg Philipp Telemann zu den musikalischen Gästen zählen, so sind es später Richard Wagner, Walther von Goethe, William Sterndale Bennett, Arthur Nikisch, Karl Straube, Eugen d’Albert, Siegfried Wagner, Franz Lehár, Edvard Grieg und Günther Ramin.

Zum Arabischen Coffe Baum, Kleine Fleischergasse 4, 04109 Leipzig, Tel. 0341/ 9610060/ 61
Öffnungszeiten des Museums: täglich 11-19 Uhr

Internet: www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de/site_deutsch/coffebaum/

Wikipedia:
Davidsbündler
Florestan und Eusebius

Hôtel de Saxe

Portal Hôtel de Saxe - Autograph Requiem von W. A. Mozart

In der Klostergasse 9 erinnert ein barockes Portal an das Hôtel de Saxe. Das Haus war Quartier vieler berühmter Besucher Leipzigs. Beispielsweise nächtigte hier 1796 Wolfgang Amadeus Mozarts Witwe Constanze. Im Gepäck hatte sie die Partitur des Requiems ihres verstorbenen Mannes, so dass es im April 1796 zur Leipziger Erstaufführung des Werkes kommen konnte. Ob Mozart während seines Leipziger Aufenthalts 1789 ebenfalls im Hôtel de Saxe übernachtete, ist nicht bekannt. Belegt ist, dass sich Frédéric Chopin am 27. September 1835 hier einquartierte. Das Hôtel de Saxe bot jedoch nicht nur Unterkunft, sondern war darüber hinaus Veranstaltungsort. Der Festsaal des Hauses wurde vor allem im 18., aber auch noch Anfang des 19. Jahrhunderts als Konzertsaal genutzt. Er war zum einen Auftrittsort für gastierende Virtuosen, zum anderen Aufführungsstätte für Leipziger Veranstalter und Musikervereinigungen. Hier kam das von Universitätsmusikdirektor Johann Gottlieb Görner geleitete Collegium Musicum – die Konkurrenz zum Bachischen Collegium Musicum – zusammen. Im Sommer 1787 organisierte Johann Adam Hiller eine Reihe von Konzerten im Hôtel de Saxe; 1791 lud der Königlich Preußische Kammerkomponist Carl Stamitz zu einer "musikalischen Akademie". In der Konzertsaison 1809/10 fanden hier die ersten öffentlichen Streichquartettabende in Leipzig statt, veranstaltet vom 1808 gegründeten Gewandhaus-Quartett, dem heute ältesten Streichquartett-Ensemble der Welt. Ein Jahrhundert später, im Jahr 1909, schloss das Hotel. 1968 wurde das während des Zweiten Weltkriegs beschädigte Gebäude wegen Baufälligkeit abgerissen. An gleicher Stelle entstand 1977 ein Neubau. Eine unvollständige Kopie des ursprünglichen Barockportals wurde nachträglich in den Neubau eingefügt. Zusätzlich verweist eine Gedenktafel auf die historische Bedeutung des ehemaligen Hotels.

Hôtel de Saxe, Standort: Klostergasse 9, 04109 Leipzig

Thomaskirche

Die Thomaskirche ist der Ausgangspunkt der Musikstadt Leipzig. Hier wurde im Jahre 1212 das Augustiner Chorherrnstift gegründet und mit ihm der Thomanerchor. Während in der Zeit bis zur Einführung der Reformation in Sachsen 1539 die Musikpflege an der Thomaskirche auf die liturgische Gestaltung der Messe beschränkt war, brachte die Neubewertung der Kirchenmusik als gleichberechtigte Stimme der Verkündigung den Auftrag an die Thomaskantoren mit sich, durch eigene Kompositionen die Aktualität der musikalischen Verkündigung in den Vordergrund zu stellen. Nun begann die große Zeit von Thomaskirche, Thomasschule und Thomanerchor.

Es gelang dem Rat der Stadt, der seit 1543 Träger von Schule und Chor ist, immer wieder, bedeutende Komponisten in das Amt des Thomaskantors zu berufen wie Sethus Calvisius, Johann Hermann Schein, Johann Kuhnau, Johann Sebastian Bach, Friedrich Doles, Johann Adam Hiller, Moritz Hauptmann, Theodor Weinlig, Gustav Schreck; im 20. Jahrhundert Karl Straube, Günther Ramin und Kurt Thomas.

Jahr für Jahr ist die Thomaskirche Zentrum des Bachfestes, bei dem sich Bachfreunde aus aller Welt in Leipzig treffen. Aber auch Woche für Woche erklingt neben Bachs Werken Musik aller Epochen in dem Kontext, für den sie geschaffen wurde: zur Ehre Gottes.

Thomaskirche, Thomaskirchhof 18, 04109 Leipzig, Tel. 0341/ 222240 
Öffnungszeiten: täglich 9-18 Uhr
Motetten: Fr 18 Uhr, Sa 15 Uhr (außer in den Sommerferien)

Internet:
Thomaskirche Leipzig
Thomanerchor
Wikipedia:
Thomaskirche Leipzig
Thomanerchor
Johann Sebastian Bach

Bach-Museum

Das Bosehaus am Thomaskirchhof ist Sitz der Stiftung Bach-Archiv Leipzig mit dem Leipziger Bach-Museum, Forschungsinstitut und öffentlicher Bibliothek. Zu Bachs Zeit befand sich das Haus im Besitz des wohlhabenden Kaufmanns Georg Heinrich Bose. Johann Sebastian Bach lebte mit seiner Familie direkt gegenüber in der heute nicht mehr erhaltenen alten Thomasschule. Beide Familien waren eng befreundet, Bach war im Bosehaus ein gern gesehener Gast. Eine Besonderheit des Hauses ist der im Südflügel untergebrachte Sommersaal – ein kleiner barocker Fest– und Konzertsaal mit einer einzigartigen Musikergalerie, die durch ein bewegliches Deckengemälde verschlossen werden kann. Georg Heinrich Bose selbst ließ die Empore einbauen. Heute kann der Saal bei Konzerten und den Museumsführungen besichtigt werden.

Das Bach-Museum widmet sich vorrangig dem Leben und Wirken des Thomaskantors in Leipzig. Neben kostbaren Handschriften, Dokumenten, Grafiken und Notendrucken zeigt die Dauerausstellung historische Instrumente und Möbel aus dem 18. Jahrhundert. Das Hörkabinett und ein kostenloses Audio-Guide-System in deutscher und englischer Sprache bringen die Ausstellung zum Klingen.

Bach-Museum, Thomaskirchhof 15/16, 04109 Leipzig, Tel. 0341/ 9137202
Öffnungszeiten: Di - So 10-18 Uhr

Internet: www.bach-leipzig.de
Wikipedia: Johann Sebastian Bach

Standort Geburtshaus Clara von Wieck

Clara Schumann, geb. Wieck (geb. 1819 Leipzig, gest. 1896 Frankfurt/M)

Bis zur Zerstörung des Hauses "Hohe Lilie" am Ende des 2. Weltkrieges befand sich über der Wohnungstür zur ersten Etage eine Gedenktafel, die mit diesem Text an die bedeutende Pianistin erinnerte. Clara Wieck heiratete 1840 den Komponisten Robert Schumann und lebte mit ihm bis 1844 in Leipzig (siehe Notenspur-Station 7). Als Sachwalterin seines Erbes, schulebildende Interpretin, Pädagogin und Komponistin starb sie 1896 in Frankfurt am Main.

Ihr Vater, Friedrich Wieck, bewohnte von Ostern 1818 an als Klavierpädagoge, Instrumentenhändler und Inhaber einer musikalischen Leihbibliothek bis Ostern 1821 dieses Eckhaus zwischen Preußergäßchen (Nr. 48) und Neumarkt (Nr. 28). Beim Neubau des Kaufhauses Althoff (1912-14) war das Grundstück nicht mit einbezogen worden. Wiecks Nachfolgewohnungen - und damit die Wohnstätten Clara Wiecks - befanden sich 1821-1825 im Salzgäßchen (Haus 407), 1825-1835 in Selliers Hof (Reichsstraße, Ecke Grimmaische Straße, s. Gedenktafel am heutigen Handelshof) und 1835-1840 in der Nikolaistraße (Haus 555).

Geburtshaus von Clara Wieck, Standort: Preußergäßchen, Ecke Neumarkt

Internet: www.schumann-verein.de
Wikipedia: Clara Wieck

Standort Altes Konservatorium

Foto: Hermann Walter, 1885; Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Im Hof des Ersten Gewandhauses am Neumarkt wurde am 2. April 1843 das Leipziger Conservatorium der Musik eröffnet. Es war die erste höhere Bildungsanstalt für Musiker auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Berühmtester Mitbegründer war der damalige Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). Neben und nach ihm unterrichteten renommierte Kollegen am Conservatorium, so der Konzertmeister des Gewandhauses Ferdinand David (1810-1873), der Pianist Ignaz Moscheles (1794-1870), die Komponisten Robert Schumann (1810-1856), Niels W. Gade (1817-1890) oder Carl Reinecke (1824-1910). Der Fächerkanon der Einrichtung umfasste zunächst Klavier, Violine, Orgel, Gesang und Komposition. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde das Lehrangebot auf die gängigen Orchesterinstrumente erweitert. Die Einrichtung, die eng mit dem Gewandhausorchester zusammenarbeitete, erlangte schnell internationalen Ruhm. Studierende – Männer wie Frauen – kamen aus zahlreichen Ländern Europas und bald schon aus den USA. Besonders bekannte Studenten der ersten Jahrzehnte waren Edvard Grieg, der von 1858-1862 in Leipzig weilte, und Leos Janáček, der von 1879-1880 das Konservatorium besuchte.

1887 zog das Konservatorium in sein neues Gebäude in der Grassistraße 8 im Musikviertel (s. Hochschule für Musik und Theater, Notenbogen-Station 9).

Altes Konservatorium, Standort: Innenhof des Städtischen Kaufhauses, Zugang über Universitätsstraße 16 oder Neumarkt 9

Standort Erstes Gewandhaus

Altes Gewandhaus um 1880 (Holzschnitt von A. Neumann)

Das alte Leipziger Gewandhaus wurde im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts als zweiflügliges Gebäude an Gewandgäßchen und Universitätsstraße errichtet. Es war Kaufhalle der Tuchmacher und zugleich Zeughaus, denn im Erdgeschoss des Flügels an der Universitätsstraße wurden die stadteigenen Waffen und Rüstungen aufbewahrt.

Im Zeughausflügel war ab 1711 auch die Stadtbibliothek untergebracht, bis sie ein halbes Jahrhundert später in den eigens für sie neu erbauten Flügel am Gewandgäßchen umzog. Im leer stehenden ehemaligen Bibliotheksgeschoss ließ die Stadt den ersten Leipziger Konzertsaal errichten. Im November 1781 wurde der Saal eröffnet, und die 1743 gegründeten Leipziger Abonnementkonzerte fanden hier nun ihre Fortsetzung. Bald hießen sie "Gewandhauskonzerte" und das Orchester, das in ihnen spielte, bekam gleichermaßen den Namen "Gewandhausorchester".

Ganz aus Holz, war der Konzertsaal in das zweite Ober- und das Dachgeschoss des Zeughausflügels nahezu wie eine Geige in einen Geigenkasten hineingesetzt, so dass er als ein riesiger Resonanzkörper selbst fast ein Musikinstrument geworden war. 500 Zuhörer fanden in ihm Platz, erlebten Mozarts einziges Leipziger Gastspiel (1789) oder Clara Wiecks ersten öffentlichen Auftritt (1828) und hörten die Uraufführungen vieler Stücke, die heute in aller Welt berühmt sind, beispielsweise Beethovens Tripel- und sein fünftes Klavierkonzert, Schuberts große C-Dur-Sinfonie, Mendelssohns "Schottische" und sein Violinkonzert, Schumanns "Frühlingssinfonie", Wagners "Meistersinger"-Vorspiel oder Brahms‘ Violinkonzert. Am Dirigentenpult standen oftmals die Komponisten selber, ansonsten die Gewandhauskapellmeister von Johann Adam Hiller über Felix Mendelssohn Bartholdy bis hin zu Carl Reinecke.

Die Kapazität des Saales reichte auch nach mehrfachen Umbauten nicht mehr, die Kartenwünsche des Publikums zu befriedigen. So begannen um 1865 Überlegungen zum Bau eines neuen Konzerthauses. Dabei dachte die Gewandhausdirektion an einen Platz in bester "Citylage". Die Stadtregierung aber hatte anderes im Sinn: Ein Konzerthausbau am Stadtrand könnte die Initialzündung für ein neues Stadtviertel sein. Und es geschah: Das in zweieinhalb Jahren erbaute und im Dezember 1884 eröffnete Neue Gewandhaus - das erste Gebäude des neuen Stadtteils - beflügelte die Entwicklung des entstehenden Leipziger Musikviertels ungemein.

Dieses Neue Gewandhaus im Musikviertel, heute als das Zweite Gewandhaus bezeichnet, wurde ein Opfer der Bomben des Zweiten Weltkriegs. Die Gewandhauskonzerte fanden von da an in der Kongresshalle am Zoo statt, bis sie gemeinsam mit dem Gewandhausorchester 1981 in das abermals Neue Gewandhaus (das dritte Gewandhaus) am heutigen Augustusplatz einziehen konnten (siehe Notenspur-Station 1).

Das erste Gewandhaus übrigens wurde 1894 abgebrochen und an seiner Statt ein neues Messehaus namens "Städtisches Kaufhaus" erbaut. Mit dem neuartigen Prinzip des "Zwangsrundgangs" - der Besucher kam nur wieder heraus, nachdem er die gesamte Ausstellung durchlaufen hatte - wurde es zum Motor der neuen Leipziger Mustermesse. So ist an diesem Platz nicht nur herausragende Musik-, sondern auch bedeutende Messegeschichte geschrieben worden.

Erstes Gewandhaus, Standort: Universitätsstraße 16, Städtisches Kaufhaus

Internet: www.gewandhaus.de

Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli

Universitätskirche, Foto April 1968, Universitätsarchiv

Studenten hatten während der über 600jährigen Universitätsgeschichte immer wieder großen Anteil am städtischen Musikleben. Sie wirkten in den Collegia musica von Telemann und Bach, spielten in Kaffeehäusern, in der Oper oder in Leipziger Kirchen. Auch schlossen sie sich zu Chören zusammen. Dazu gehörte die 1822 gegründete Universitätssängerschaft St. Pauli, die 1907/08 von Max Reger geleitet wurde. Viele musikalische Ereignisse waren eng mit der Universitätskirche verbunden, bis das Gotteshaus 1968 gesprengt wurde. Hier wurden Festmusiken Bachs erstmals aufgeführt, fand die Trauerfeier für Mendelssohn statt, begeisterte der Universitätsorganist Robert Köbler mit Improvisationen und trat der Leipziger Universitätschor auf. Ohne vielfältige musikalische Aktivitäten wäre auch das heutige akademische Leben nicht vorstellbar. Die Angebote reichen von den Konzerten des Universitätschores, des Universitätsorchesters, der Universitätsbigband und Kammermusikgruppen bis hin zu projektgebundenen Aktivitäten und spontanem Musizieren bei Studentenfeten.

Paulinum – ­Aula und Universitätskirche St. Pauli, Augustusplatz, 04109 Leipzig

Internet: www.uni-leipzig.de/unimusik

MDR-Kubus – Orchester und Chöre des MDR

Foto: MDR/Hopf

Der deutsche Architekt Peter Kulka entwarf den schwarz glänzenden Kubus mit seiner kühnen, asymmetrischen Dachkonstruktion speziell für Proben und Tonaufnahmen. In unmittelbarer Nähe des neu entstandenen Universitätskomplexes überrascht das Bauwerk durch immer neue Umgebungsreflexe auf seiner spiegelnden Fassade. Hier proben MDR Rundfunkchor, der traditionsreichste und vielseitigste professionelle Konzertchor innerhalb der ARD, und das MDR Sinfonieorchester seit 2001 in zwei den höchsten Ansprüchen an Hörfunk- und CD-Produktionen genügenden Sälen.

Kein zweites Orchester in Europa ist so eng mit der Entstehung des Rundfunks verbunden wie das 1924 gegründete Sinfonieorchester des Mitteldeutschen Rundfunks. Durch das damals neue Medium, vor allem aber durch seine musikalische Qualität erlangte der Klangkörper schnelle Anerkennung mit Konzerten, die von Berühmtheiten wie Alfred Szendrei, Hermann Scherchen, Carl Schuricht, Ernst Krenek oder Richard Strauss geleitet wurden. Nach dem Krieg prägten unter anderem Hermann Abendroth und Herbert Kegel das künstlerische Profil des Rundfunksinfonieorchesters Leipzig, das mit der Neugründung des Mitteldeutschen Rundfunks wieder seinen alten Namen erhielt. Jährlich mehr als 60 Konzerte im gesamten Sendegebiet des MDR, Rundfunk- und CD-Produktionen mit namhaften Solisten und Dirigenten sowie Tourneen im In- und Ausland prägen das moderne Profil des Orchesters, dessen Chefdirigat zur Zeit Kristjan Järvi übernommen hat.

In den für MDR-Zwecke umgebauten Hochhausetagen sind neben dem Management unter anderem weitere Probenräume mit dem entsprechenden Akustikaufbau für den MDR Kinderchor und kleinere Besetzungen, das Notenarchiv mit Rollregalanlagen und das Instrumentenlager untergebracht. Interessant ist auch die bauliche Verbindung zum Gewandhaus: Die Musiker mit ihren Instrumenten sowie die Chorsänger gelangen über die verglaste und vollklimatisierte Brücke direkt zu den Konzerten der MDR Konzertsaison im Gewandhaus. Außerdem symbolisiert die Brücke, dass es keine zwei getrennten Musikhäuser auf dem Augustusplatz, sondern ein großes Musikzentrum im Herzen der Stadt Leipzig gibt.

MDR Würfel – Rundfunkklangkörper, Augustusplatz 9a, 04109 Leipzig, Tel. 0341/3008732

Internet: http://www.mdr-klassik.de

Klanginstallation

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Notenspur Stationsliste

01. Neues Gewandhaus 02. Mendelssohn-Haus
03. Grieg-Begegnungsstätte 04. Ehemalige Musikbibliothek Peters
05. Museum für Musikinstrumente 06. Alter Johannisfriedhof
07. Schumann-Haus 08. Grafisches Viertel - Musikverlage
09. Wagner-Denkmal 10. Oper Leipzig
11. Alte Nikolaischule 12. Nikolaikirche
13. Altes Rathaus 14. Museum der bildenden Künste - Beethoven
15. Zum Arabischen Coffe Baum 16. Hôtel de Saxe
17. Thomaskirche 18. Bach-Museum
19. Standort Geburtshaus Clara Wieck 20. Standort Altes Konservatorium
21. Standort Erstes Gewandhaus 22. Paulinum - Aula und Universitätskirche St.Pauli
23. MDR Würfel - Orchester und Chöre des MDR
*   Klanginstallation

 

 

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