Februar ist Salonzeit bei der Leipziger Notenspur, die im Verbund mit ihren Partnereinrichtungen an der Notenspur zu den seit 2009 stattfindenden Salonkonzerten einlädt!
In den Europäischen Kulturerbe-Stätten, an Originalschauplätzen und in historischen Gebäuden erklingt Musik vorwiegend von Komponisten, die in Leipzig wohnten, arbeiteten oder studierten, aber auch die ihrer Freunde, Bewunderer, Nachahmer oder Vorbilder. Dabei sind nicht nur Erwachsene angesprochen, sondern auch das junge Publikum, denn wir führen die Tradition der Notenspur-Kindersalons fort.
Den Auftakt der acht Konzerte bildet am 7. Februar der Notenspur-Salon im Schumann-Haus, bei dem der Dichter Heinrich Heine im Mittelpunkt steht. Sein Todestag jährt sich am 17. Februar zum 170. Mal. Heine hat wie kaum ein Zweiter das Liedschaffen, insbesondere der Romantiker, inspiriert.
Der Liederzyklus „Dichterliebe“ op. 48 von Robert Schumann steht im Fokus des Abends. Schumann setzt in seiner ganz eigenen Tonsprache die Poesie Heinrich Heines in Szene. Komplettiert wird das Konzert zu Ehren Heines mit seinen vertonten Gedichten aus dem Schwanengesang D 957, dem letzten großen und posthum veröffentlichten Werk Franz Schuberts.
Richard Wagner wurde in seiner Geburtsstadt Leipzig in seiner musikalischen Entwicklung wesentlich von Vorbildern geprägt. Welche Komponisten und Werke den jungen Leipziger beeindruckt und beeinflusst haben, machen Nachwuchskünstler und Stipendiaten anhand einer Auswahl von Werken von Bach, Mendelssohn, Marschner, Weber und anderen im Salon des Wagner-Verbandes am 13. Februar im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Theater erlebbar.
„Auf der Höhe der Zeit“ begegnen sich der Pianist Rolf-Dieter Arens und die Cellistin Stefanie Waegner. In einem abwechslungsreichen Konzertprogramm erklingen Werke von Johann Sebastian Bach, Franz Liszt, Richard Wagner, Paul Ben-Haim und Felix Mendelssohn Bartholdy – allesamt Pioniere des Musikschaffens zu ihrer jeweiligen Zeit, von Bachs Ausloten der Ausdrucksmöglichkeiten des Cellos im frühen 18. Jahrhundert bis zu Ben-Haims Begründung der nationalen Musiksprache in Israel, Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Salon am 14. Februar wird ausgerichtet von der Kulturstiftung Leipzig in der Alten Nikolaischule.
Mikhail Kambarov (Klavier) und Damian Klein (Violoncello) gehören zu den interessantesten Künstlern ihrer Generation. Beide lernten am Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar und haben sich trotz unterschiedlicher solistischer Wege nie aus den Augen verloren. Am 15. Februar gastieren sie als Duo zur Sonntagsmatinée im Mendelssohn-Haus mit Werken von Mendelssohn, Fanny Hensel und Schostakowitsch.
Die Lebensgeschichten der drei jüdischen Komponisten, deren Werke Sie am 21. Februar im Notenspur-Salon des Notenspur-Vereins erleben werden, sind eng mit Leipzig verbunden. Während Gustav Mahler (1860-1911) sicherlich der bekannteste ist, werden Salomon Jadassohn (1831-1902) und vor allem Robert Kahn (1865-1951) für manchen eine Entdeckung sein.
Es musiziert im Oesersaal des Gohliser Schlösschens das renommierte Leipziger Klavierquartett.
Das Konzert am 22. Februar im Bach-Museum ist der Auftakt der Reihe Forschungsportal Bach. Es erklingen vier- bis fünfstimmige Motetten und Chorarien aus dem Altbachischen Archiv (Johann Bach, Johann Michael Bach, Johann Christoph Bach, Adam Drese), dargeboten vom Ensemble SoaVI und wissenschaftlich begleitet von Dr. Gregor Richter.
„Mach mal Klang!“ heißt es am 28. Februar beim Musiksalon zum Mitmachen für und mit Kindern im Zimeliensaal des Musikinstrumentenmuseums der Universität Leipzig im GRASSI. Bei einer Reise zurück ins 19. Jahrhundert erleben die Kinder allerhand Spannendes und können selbst musikalisch und tänzerisch aktiv werden.
Einen Nachmittag voller Leichtigkeit, Gesangskunst und zeitloser Melodien verspricht zum Abschluss der Salon in der Grieg-Begegnungsstätte am 1. März. Die Operetten-Gala „Wien, Wien, nur Du allein...“ entführt mit spritzigen Ensemblesätzen, Couplets und bekannten Melodien von Johann Strauss, Franz Lehár und Emmerich Kálmán in die goldene Ära der Wiener Operette.
Das vollständige Programm, Informationen zu Eintrittspreisen und Kartenvorverkauf ist zu finden auf der Notenspur-Homepage unter www.notenspur-leipzig.de/salons.
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Nähere Informationen zum Notenspur-Projekt unter: www.notenspur-leipzig.de
Anlagen, Nutzungsrechte bei Notenspur Leipzig e.V., Abdruck frei:
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Bildtitel: Spielt zum Notenspur-Salon im Gohliser Schlösschen: Das Leipziger Klavierquartett (sitzend: Henriette-Luise Neubert, Stefan Burkhardt; stehend: René Bogner, Matthias Weise). Foto: Elke Leinhoß
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Bildtitel: Spielt zum Notenspur-Salon im Gohliser Schlösschen: Das Leipziger Klavierquartett mit Notenspur-Chef, Prof. Dr. W. Schneider (Mitte)