Heinrich Marschner (1795-1861)
Das erste Mal kam Heinrich Marschner (1795-1861) 1813 nach Leipzig, um sich hier für
ein Jurastudium einzuschreiben. Die schönen Künste interessierten ihn jedoch weit mehr
und die engen Kontakte zum Verleger Friedrich Hofmeister (s. Notenspur-Station 8:
Grafisches Viertel - Musikverlage), dem Thomasorganisten Friedrich Schneider und
dem Thomaskantor Johann Gottfried Schicht, bei dem er Unterricht nahm, bestärkten seine
Entscheidung, sich ganz der Musik zu widmen.
Obwohl er Leipzig bereits zwei Jahre später wieder verließ, hielt Marschner seine
freundschaftlichen Beziehungen aufrecht. Ab dem Sommer 1827 wurde die Stadt an der Pleiße
wieder für einige Zeit sein Domizil. Seine Frau Marianne, geb. Wohlbrück, hatte ein
Engagement am Leipziger Theater (s. Notenbogen-Station 2:
Standort Altes Theater) bekommen und ihre Gage erlaubte der Familie ein gutes
Auskommen und dem Komponisten eine von finanziellen Sorgen freie Arbeitsatmosphäre.
Marschner nutzte die Zeit für die Vollendung seiner Oper "Der Vampyr", die am 29. März 1828
unter seiner Leitung am Leipziger Stadttheater ihre Uraufführung erlebte. Obwohl das
Engagement von Marianne Marschner in der folgenden Saison nicht verlängert wurde, blieb
Leipzig vorerst für den Komponisten der beste Ort zum Arbeiten und Veröffentlichen. 1829
schuf er mit "Der Templer und die Jüdin" seine nächste Oper, die am 22. Dezember ebenfalls
in Leipzig uraufgeführt wurde, und für einige Zeit das meistgespielte Werk am Leipziger
Theater werden sollte. Doch vom Verkauf seiner Kompositionen allein konnte die Familie
nicht leben und im Januar 1831 nahm Marschner die Stelle des Hofkapellmeisters in Hannover
an.
Leipzig besuchte er zeit seines Lebens immer wieder, denn – so bekannte er dem Freund
Hofmeister in einem Brief von 1839 – "du weißt, welche Anhänglichkeit ich an Leipzig habe".
Wikipedia: Heinrich_Marschner
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Station 2, Standort Altes Theater |
Standort Marschner-Wohnhaus (Notenbogen-Station 3) |
Station 4, Blindenmusikbibliothek - ehem. Höhere Israelitische Schule |